Gedanken zur Havaneser Zucht

Hunde zu züchten ist eine Passion und Leidenschaft. Es geht darum, sich im Bereich der Zucht für das Wohl einer Hunderasse zu entscheiden und ein klares Zuchtziel zu verfolgen. Kenntnisse über Genetik (Vererbungslehre) sind unerlässlich für eine seriöse, verantwortungsvolle Hundezucht.

Und natürlich die Liebe zum Hund!!!

Eine Erfolgreiche Zucht beginnt mit der optimalen Auswahl der Zuchttiere der Zuchthündin/Zuchtrüde, welche die besten Voraussetzungen zur Zucht mitbringen müssen und dies dann ja auch weiter vererben sollen. Die Zucht mit einer zweitklassigen Hündin/Rüde ist nichts weiter als Hundevermehrung.

Wer die Hundezucht als Freizeitbeschäftigung sieht/versteht, oder es einfach süss findet Welpen zu haben, der sollte es besser sein lassen.

Wenn man bedenkt, dass die Rasse der Havaneser bei uns erst seit wenigen Jahren gezüchtet wird und bekannt geworden ist, so ist für mich als Züchterin das oberste Zuchtziel, mich optimal für die Erhaltung und Festigung der physischen und psychischen Anlagen dieser tollen Rasse in der Zucht einzusetzen, um diese zu erhalten.

Leider wiederholt es sich bei allen Rassen aufs Neue, dass laienhaft und wahllos Hunde produziert werden, weil sie zur Zeit populär und gut verkäuflich sind. Was immer zum Nachteil einer Rasse führt. Mit Zucht hat das nun wirklich nichts zu tun.

Mein Zuchtziel

Der Havaneser ist in der Schweiz noch gar nicht so lange bekannt und Havanaeser-Besitzer oder Havaneser-Züchter werden oft gefragt, was es denn für eine Rasse sei?
Gemäss Angaben der SKG, Schweizerische Kynologische Gesellschaft,  wurden die ersten Havaneser in der Schweiz  im Jahr 1982 registriert.  Mittlerweile gibt es ca. 13 Havaneser-Züchter in der Schweiz die von der SKG anerkannt sind.

Leider stellen nur wenige Havaneser-Züchter in der Schweiz ihre Havaneser-Hunde auf Ausstellungen aus. Sicher könnte man den Havaneser durch Ausstellungen in der Schweiz noch etwas bekannter machen.

Der Zuchtrüde

Lange Zeit herrsche die irrige Meinung, dass alleine der Zuchtrüde für die Qualität seiner Welpen dominierend sei.
Dies ist aber Wissenschaftlich widerlegt und es ist erwiesen, dass der Rüde wie auch die Hündin zu gleichen Teilen die Nachkommen bestimmen.
Einzig die Erbstärke, sei es nun vom Zuchtrüden oder der Zuchthündin, setzen sich bei den Welpen durch.
Ein Zuchtrüde der seine guten Anlagen bei den Nachkommen verschiedener Hündinnen durchsetzt, ist zum Wohle einer Rasse von grossem Wert.

Ausstellungserfolge belegen, dass ein Havaneserüde der dem Rassestandard entspricht, in Form und Schönheit ein perfekter Hund ist, nichts über seine züchterischen Eigenschaften aussagen muss. Wie gesagt, dies wird erst bei seinen Nachkommen ersichtlich.

Negative Eigenschaften wie Wesensschwache, aggressives Verhalten oder andere Verhaltensauffälligkeiten beim Hunde können ebenfalls vererbt werden.
Zeigt sich, dass ein Deckrüde diese Merkmale an verschiede Zuchthündinnen
bzw. deren Welpen weiter gibt, so wäre meines Erachtens ein solcher Zuchtrüde von der Zucht auszuschliessen.

Im Interesse der Rasse der Havaneser und des Käufers geht es mir bei der Havaneserzucht darum, gesunde, langlebige, wesensfeste, intelligente und schöne Havanser zu züchten.

Daher achte ich bei der Auswahl des Havaneserdeckrüden besonders auf diese Kriterien.

Selektion

Eine gesunde Havaneserhündin, die gesund und dazu als Zuchthündin anerkannt ist, bildet für mich als Züchterin das Fundament einer erfolgreichen Zucht.
Eine vom Verband anerkannte Havaneserhündin ist aber noch lange kein Garant für eine erfolgreiche Havaneserzucht.

In allen Zuchten gibt es Fehlschläge und Misserfolge. Es bedarf hier, im Interesse der Rasse und der Käufer, der Ehrlichkeit des Züchters, eine Zuchthündin die sich nicht zur Zucht eignet, nicht weiter dafür einzusetzen.

Da kommen Sie nun, oder sollten endlich auf die Welt kommen, die lang ersehnten Havaneserwelpen

Was, wenn bei/nach der Geburt der ersten Welpen Schwierigkeiten auftreten.

Die Schwergeburt: Gerade bei sehr klein gezüchteten Hunden (enges Becken) kann es da Probleme bei der Geburt geben. Schwergeburten, Kaiserschnitt.

Wehenschwäche: eine Hündin bedarf tierärztlicher Hilfe wenn sie durch Wehenschwäche einen normalen Geburtsablauf nicht vollziehen kann. Wehenschwäche ist eine erbliche Fehlleistung und vererbt sich weiter auf die Welpen. Eine Zuchthündin mit dieser Schwäche gehört nicht weiter in die Zucht.

Der Kaiserschnitt: Für mich ist eine Havaneserhündin, welche nur mit Kaiserschnitt ihre Welpen zur Welt bringen kann, umgehend aus der Zucht zu nehmen. Dies ist pure Tierquälerei.
Auch mit Hündinnen, welche nicht über genügend Muttereigenschaften verfügen (Desinteresse, Vernachlässigung der Welpen), sollte nicht weiter gezüchtet werden.

Erbmängel: Selbstverständlich gehören auch Hündinnen die Welpen mit Erbmängeln wie Spaltrachen oder gar Totgeburten nicht weiter in die Zucht.

Zuchtziele meiner Havanesrzucht
Zuchtziele der Havaneserzucht sind für mich die die Erhaltung von gesunden, ursprünglichen, wesensstarken, intelligenten und schönen Hunden

Soll es zur Zucht sein

Im Sommer 2007 stiess ich auf die Havaneserzucht von Käpflesberg, Familie Biedermann aus Nagold/DE.
Nach meinem ersten Besuch und der Besichtigung der Zucht war meine Entscheidung getroffen.
Züchter wie Hunde haben mich derart überzeugt, dass ich aus dieser Havaneserzucht eine Hündin erwerben wollte.

Über meine Absicht, dass ich eine kleine Havaneserzucht aufzubauen möchte, setzte ich Frau Biedermann in Kenntnis. Sie, als erfahrene Havaneserzüchterin, mit einer schönen und erfolgreichen Havaneserzucht hat mich bei der Auswahl meiner Havaneserhündin professionell beraten. Weil Sie wusste, dass mein Ziel die Zucht ist, erhielt ich einen ganz tollen Havaneser.
Diese Hündin bildet heute den Stamm von ausgesprochen ausgeglichenen und ausdrucksstarken Havaneserwelpen.

Am 30. Juni 2007 erwarb ich meine Havaneserhündin Aurora von Käpflesberg.

Seit Dezember 2005 begleitet mich meine Weimaranerhündin namens Indra. Ich wusste zu der Zeit nicht wie meine Weimaranerhündin auf das neue Familienmitglied, den kleinen Havaneserwelpen reagieren würde.
Doch vom ersten Tag an akzeptierte sie den Welpen und die beiden sind seither unzertrennbar.

Am 10. Dezember 2007 habe ich mit meiner Havaneserhündin an einer Ausstellung des Schweizer Zwerghundeclubs teilgenommen. Meine Havaneserhündin wurde Clubsieger der Jüngstenklasse und belegte zudem gleich noch Platz drei, schönster Hunde der Jüngstenklasse.

Nun hatte ich ja einen tollen Richterbericht und wusste, dass meine Hündin keinen Fehler hatte und die besten Anlagen zur Zucht mitbringt.

Die Ankörung die vom schweizerischen Havaneserclub durchgeführt wurde verlief problemlos und so wurde mein Havaneser offiziell als Zuchthündin zugelassen. Eine gute Sache war auch der Wesenstest, der durchgeführt wurde. In der Hundezucht erachte ich es als ganz wichtig, dass ein Zuchttier, Hündin oder Rüde, nicht nur in Formwert, sondern auch im Wesen einwandfrei sein muss.

Grundlage für eine gute Zucht ist eben nicht einfach nur die Schönheit eines Hundes.

Zuchtziele in der Hundezucht

Grundlegende Überlegungen und an zu strebende Ziele in der Hundezucht sind für mich als Züchterin konkrete Zuchtziele zu verfolgen und auch zu erreichen. Seit ich mich mit der Zucht von Hunden beschäftige hat mich das Thema Genetik zusehends mehr interessiert. In meiner kleinen Havaneser-Zucht geht es mir darum, die tolle Rasse der Havaneser in all ihren Eigenschaften zu festigen oder gar zu verbessern. Züchten heisst nicht Welpen zu produzieren und zu vermehren sondern das Niveau einer Rasse für den Fortbestand zu erhalten und zu optimieren.

Natürlich erfolgen aus der Verpaarung mit einer rassereinen Havaneseründin und einem rassereinen Havaneser Rüden optisch gesehen Havaneser-Welpen, aber dies alleine hat noch nichts mit Zucht zu tun. Es geht vielmehr darum, dass in der Hundezucht klare Anforderungen und Ziele an eine Rasse und deren Nachkommen angestrebt werden soll. So muss ich mich als verantwortungsvolle Hundezüchterin also Fragen und überdenken was ich in der Hunde- Zucht anstrebe. Dies ist die erste Grundvoraussetzung und Ausgangslage um in der Hundezucht zu starten um damit auf eine klares Zuchtziel hin zu arbeiten.

Dies nimmt seine Anfänge bereits in der Auswahl der Zuchthunde. Die Wahl der Zuchthündin ist ebenso wichtig wie die es Zuchtrüden. Es ist unerlässlich, sich genetisches Fachwissen anzueignen um Erbfehler, Ermangel und Erbkrankheiten als unerwünschte Abweichungen zu vermeiden. In der Fachliteratur wird der Zuchtwert eines Hundes als das Mass für die genietische Qualität des Tiere ausgewiesen.

Um ein klar gestecktes Zuchtziel zu erreichen gilt daher, dass ich mir das Resultat, also die Welpen aus einer Verpaarung kritisch betrachte. Deckrüde wie auch die Zuchthündin geben ihre Eigenschaften zu gleichen Teilen an die Welpen weiter.

Heute haben wir den grossen Vorteil, dass wir in der Hundezucht durch die Abstammungsurkunden oder die Ahnengalerie einiges über die Vorfahren eines Hunde erfahren können. Zumindest kann man in nahen Generationen einiges verfolgen oder gerade von mehrfach eingesetzten Zuchtrüden Aufschluss über dessen Nachkommen erhalten. Gerade bei letzterem kommen einem die guten Kontakte und Auskünfte von Züchterkollegen zu gute.

Der Austausch mit anderen Züchtern und dem Rasseclub ist für mich als Züchterin der Havaneser von grossem Wert. Es geht mir primär ja darum, optimale Nachkommen einer Hunderassehundes hervor zu bringen um somit die positiven Merkmale zu festigen und die negativen zu minimieren.

Etwas anders ausgedrückt geht es mir in der Zucht der Havaneser darum, die Qualität der Zuchttiere in ihren Nachkommen genetisch zu festigen, damit diese erhalten bleibt.

Wert des Zuchtrüden

Zur Verständlichkeit erlaube ich mir eine Textpasse zu diesem Thema aus der Hundebibel, da ich es besser und verständlicher nicht formulieren könnte.

Es gibt ein einziges, wichtiges Argument, wonach der Einfluss des Zuchtrüden auf die Hundezucht wesentlich grösser ist als der einer Zuchthündin. Ein gefragter Zuchtrüde kann je nach dem jährlich mehrere Würfe entstehen lassen, also viele Nachkommen seinerseits hinterlassen. Eine Zuchthündin erbringt in ihren Zuchtjahren vielleicht so gegen 24 Welpen. Wir sehen, der Zuchtrüde hat für das Wohl und Wehe einer Rasse zuweilen eine entscheidende Bedeutung.

Ausstellungserfolge eines Rüden sagen zwar etwas über seine Anatomie, seine Schönheit und Übereinstimmung mit dem Rassestandard, nichts aber über Gesundheit oder Leistungsvermögen aus. Welch einen breitgestreuten Einfluss ein bewunderter Champion auf eine Hunderasse ausüben kann, ein Rüde, zu dem viele Hündinnen einzig und allein wegen seiner Ausstellungserfolge gebracht werden, der aber ........... vererbt, lässt sich erahnen.

So lange Siegertitel auf Erscheinungsbild und Schönheit mehr zählen als für die Zucht wichtigen Ermittlungen der für einen Zuchthund wichtigen Eigenschaften Gesundheit, Intelligenz, Langlebigkeit, so lange wird kaum der für die Zucht wertvollste Vererber beim Einsatz als Zuchtrüde an erster Stelle stehen. Im Interesse unserer Hunde, im Interesse der Hundekäufer sollten wir uns vor der grossen Überbewertung der Schönheitsideale lösen.

Gerade in der Zucht der Havaneser, welche in ihrer Gesundheit, Robustheit und Alterfrische bis anhin noch so unbelastet sind, ist es mir wichtig, dies auch weiter so zu erhalten und in den Nachkommen meiner Havaneser-Zucht durch die Auswahl der optimalen Zuchtpartnern bei den Welpen zu festigen.

Welpen vom Rassezüchter

Es gibt nur gute Gründe sich für einen Welpen vom Rassezüchter zu entscheiden.

Aus meinen Erfahrungen in der Hundezucht sehe ich leider nur allzu oft, dass bei einer Hunderasse, welche gerade populär ist Quereinsteiger sehr schnell zur Stelle sind. Man erwirbt sich einen Rassehund/Hündin, nimmt einen x-beliebigen Partner und schon nennt man sich Züchter einer Rasse. Der Schaden der dadurch für eine ganze Hunderasse angerichtet werden kann ist unermesslich.

Hier werden Welpen und nicht nur Havaneser-Welpen produziert, ungeachtet allen wichtigen Kriterien bezüglich Gesundheit und Rassetypischen Eigenschaften. Der Havaneser ist ein typischer Gesellschaftshund der durch seine tollen Eigenschaft enorm gut in die heutige Zeit passt. Der Havaneser hat einen ausgesprochen liebenswürdigen Charakter, verbindet sich extrem mit seiner Familie, ist sehr kindefreundlich, hat kein Potential für Aggressivität und keinen Jagdtrieb und der Havaneser harrt nicht. Der Havaneser ist rundum ein stressfreier Begleiter.

Bei unkontrollierten Züchtern ist alles Möglich. Hier werden Hündinnen und Rüden nicht mehr auf Gesundheit, und rassetypische Charaktereigenschaften geprüft. Bequeme Verpaarungen ohne Kosten und Aufwand stehen im Vordergrund. Unkontrolliert werden die wildesten Verpaarungen gemacht und allzu oft hat man dann die jammernden Welpenbesitzer die sich einen halbwegs gesunden, mittelmässigen Welpen erworben haben und erstaunt sind, dass dieser nicht die rassetypischen Eigenschaft aufweist und im schlechtesten Fall Stammkunde beim Tierarzt wird. Dies trotz horrendem Welpen-Preis.

Wenn ein sogenannter Rassezüchter nicht bei der SKG, Schweizerische Kynologische Gesellschaft und einem entsprechenden Rasse-Club zugehörig ist, so hat dies mit Sicherheit triftige Gründe. Diese Ansicht vertrete ich nicht nur in der Zucht der Rasse der Havaneser sondern vollumfänglich in der Zucht von Rassehunden/der Tierzucht.

In meiner Havaneser-Zucht strebe ich die Qualität der Quantität der Nachkommen an. Immer in der Hoffnung, dass ein vielversprechender Welpe, Hündin oder Rüde seine Qualitäten für die Nachzucht und den Erhalt der tollen Rasse der Havanser sichern und festigen kann. Dies ist eines der erstrebenswertesten Zuchtziele in der Havaneser-Zucht für mich.

Hundezucht bedarf verantwortungsvolles Handeln und einen selbstkritischen Blick auf das, was man tut.

Hundezucht ist Verantwortung gegenüber Seelen.

 

Havaneser Zucht

Wie bereits erwähnt ist es mir als Havaneser-Züchter sehr wichtig, dazu beizurtragen, dass die Rasse in der Zucht gefestigt oder sogar verbessert werden kann. Die Hunde die wir heute haben werden ganz gezielt auf die Bedürfnisse des Menschen gezüchtet.
Hundezucht ist in der heutigen Zeit auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet. In früheren Jahren wurde das Schwergewicht der Zucht auf Arbeitshunde ausgerichtet. Zunehmend bekam der Hund aber eben in auch seinen Platz als Gesellschafter des Menschen.
In der Hunde -Zucht sollte also jeder Züchter eine  klare Vorstellung davon haben, was er durch die Verpaarung der einzelnen Hunde verbessern, erhalten oder erreichen will.
Es geht dabei nicht nur um das äusserliche Erscheinungsbild bei Hunden sonder eben auch um die charakterlichen Eigenschaften, Vorzüge und Qualitäten die eine Rasse in sich trägt. Als Züchter sehe ich es als Zuchtziel, die Eigenschaften einer in der Zucht einer Rasse zu erhalten und weiter zu geben.

Gehen wir also zurück zum Havaneser.
Der Havaneser ist wie beschrieben ein ausgesprochen freundlicher, kinderliebender, anhänglicher und verspielter Gesellschaftshund. Es ist schon beim Havaneser Welpen zu beobachten, dass die Welpen sehr sanft miteinander umgehen. Natürlich kommen mit zunehmendem Alter wilde Spiele und kleine Raufereinen bei den Havaneser Welpen auch vor, aber es ist nicht vergleichbar in Härte und Ausmass mit Welpen andrer Rassen.  Hier spreche ich rückblickend von 14 Jahren Erfahrung in der Dackel-Zucht. Der Havaneser trägt keine Aggressivität in sich und ist ein sehr anpassungsfähiger, freundlicher Familienhund. Solche Eigenschaften in  zu festigen und zu erhalten erachte ich in der Zucht ebenso wichtig und wertvoll wie die Erhaltung der äusseren Merkmale des Havaneser.

Havaneser Schweiz

Wie bereits erwähnt ist es mir als Havaneser-Züchter sehr wichtig, dazu beizurtragen, dass die Rasse in der Zucht gefestigt oder sogar verbessert werden kann. Die Hunde die wir heute haben werden ganz gezielt auf die Bedürfnisse des Menschen gezüchtet.
Hundezucht ist in der heutigen Zeit auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet. In früheren Jahren wurde das Schwergewicht der Zucht auf Arbeitshunde ausgerichtet. Zunehmend bekam der Hund aber eben in auch seinen Platz als Gesellschafter des Menschen.
In der Hunde -Zucht sollte also jeder Züchter eine  klare Vorstellung davon haben, was er durch die Verpaarung der einzelnen Hunde verbessern, erhalten oder erreichen will.
Es geht dabei nicht nur um das äusserliche Erscheinungsbild bei Hunden sonder eben auch um die charakterlichen Eigenschaften, Vorzüge und Qualitäten die eine Rasse in sich trägt. Als Züchter sehe ich es als Zuchtziel, die Eigenschaften einer in der Zucht einer Rasse zu erhalten und weiter zu geben.

Gehen wir also zurück zum Havaneser.
Der Havaneser ist wie beschrieben ein ausgesprochen freundlicher, kinderliebender, anhänglicher und verspielter Gesellschaftshund. Es ist schon beim Havaneser Welpen zu beobachten, dass die Welpen sehr sanft miteinander umgehen. Natürlich kommen mit zunehmendem Alter wilde Spiele und kleine Raufereinen bei den Havaneser Welpen auch vor, aber es ist nicht vergleichbar in Härte und Ausmass mit Welpen andrer Rassen.  Hier spreche ich rückblickend von 14 Jahren Erfahrung in der Dackel-Zucht. Der Havaneser trägt keine Aggressivität in sich und ist ein sehr anpassungsfähiger, freundlicher Familienhund. Solche Eigenschaften in  zu festigen und zu erhalten erachte ich in der Zucht ebenso wichtig und wertvoll wie die Erhaltung der äusseren Merkmale des Havaneser.

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